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Demokratiehäppchen III:29.9.2026 | Wohin mit den Emotionen? Demokratiebildung zwischen Herausforderungen und Potenzial

Wie kann eine emotionssensible politische Bildung konkret aussehen? Wie gehen wir mit starken, unterschiedlichen Emotionen um, die Teil von Bildungsprozessen sind und daher bearbeitet werden müssen? Welche Rolle spielen sie in gesellschaftlichen Diskursen? Und wie können Fachkräfte in herausfordernden Gruppensituationen professionell mit den eigenen Emotionen umgehen?

Mit Emotionen tun wir uns nicht nur in der demokratischen Bildung oft schwer. Auch im Politischen galt lange das Ideal des nüchternen und rationalen Handelns.  Dabei sind Emotionen Teil jedes Erkenntnisprozesses, eröffnen Zugänge zur sozialen Welt und können Hoffnung auf ihre Gestaltbarkeit stärken. Gleichzeitig können sie hemmend wirken, etwa wenn Hoffnungslosigkeit oder Einsamkeit dominieren. 
In dieser Dualität liegt ihre Schwierigkeit, aber auch großes Potenzial.
Demokratische Bildung sollte Emotionen ernst nehmen und ihnen Raum geben. Begeisterung, Empathie, Wut oder Enttäuschung gehören zum politischen Erleben dazu. Ziel ist es, Selbstreflexion und Selbstregulation zu fördern, statt Gefühle zu unterdrücken. Doch wenn gefühlte Wahrheiten und Intoleranz den Diskurs bestimmen, erreicht die Toleranz ihre Grenze. Emotionen sind wichtig, aber dennoch zählen Fakten weiterhin. Hier gilt es Haltung zu wahren, klar Position zu beziehen und Widersprüche zu markieren. Demokratiebildung muss sich aktiv mit Emotionen auseinandersetzen, denn sie prägen unser poltisches Urteilen und Handeln.

Termin

29.9.2026, 16 - 18 Uhr

Referentin

Nathalie Bock,
JoDDiD | John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie

Es gibt noch freie Plätze

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